Fliegerlager Eisenhüttenstadt 2025

Unser alljährliches Fliegerlager führte uns diesmal nach Eisenhüttenstadt an die polnische Grenze. Am Freitag wurden noch die letzten Vorbereitungen getroffen, Flugzeuge abgerüstet und in die Hänger verladen, damit es am Samstag, den 28.06., pünktlich um 08:00 Uhr losgehen konnte. Nach knappen dreieinhalb Stunden Fahrzeit kam endlich der Verkehrslandeplatz Pohlitz (EDAE) in Sicht. Angekommen, wurden wir auch schon recht herzlich vom Vorsitzenden des Flugsportvereins begrüßt. Im Laufe des Mittags trudelten dann allmählich alle weiteren aus Bad Berka ein. Nun hieß es: auspacken, Flugzeuge aufrüsten und ab in die Halle, sodass am Nachmittag nach einem ausführlichen Briefing der Eisenhüttenstädter schon die ersten Einweisungsstarts für unsere Piloten gemacht werden konnten. Unsere Windenfahrer konnten dabei auch schon erste Erfahrungen mit der „neuen“ Winde machen. Die Vorbereitungen für eine wunderschöne Woche waren also gemacht.

Nach einer Nacht zum Erholen klingelte um 08:00 Uhr der Wecker zum gemeinsamen Frühstück, das der jeweils zuständige Frühstücksdienst vorbereitete. Um 09:00 Uhr dann das tägliche Briefing mit Aufgabenverteilung. Danach hieß es auch schon: „AUSRÄUMEN!“. Nach einer kurzen Anmeldung der Flugleiter beim Tower konnte der Flugbetrieb offiziell beginnen.

Die ersten Tage waren geprägt von viel Blauthermik, d. h. Thermik, die sich ohne sichtbare Wolken bildet, und Temperaturen um die 30 °C. Doch die Vorhersage für die nächsten Tage versprach einen Temperaturanstieg auf bis zu 36 °C! Unmöglich, da noch einen konzentrierten Flugbetrieb hinzubekommen, also beschlossen wir, am Mittwoch (dem heißesten Tag der Woche) ein bisschen früher zu starten. Gesagt getan. Um 04:30 Uhr kam der Weckdienst Leonie, und nach einem kurzen Briefing wurde zügig ausgeräumt, sodass pünktlich um 06:00 Uhr der erste Start im Sonnenaufgang erfolgen konnte. Ruhige Luft und angenehme Temperaturen waren die Belohnung – und Gelegenheit für einige unserer Piloten, auf das ein oder andere neue Flugzeug umzuschulen. Nach ein paar Stunden kam der Frühstücksdienst mit geschmierten Brötchen zum Start und läutete das Frühstück ein.

Gegen Mittag wurde es so unerträglich, dass wir beschlossen, ins Freibad Neuzelle zu gehen. Nach einer kleinen Abkühlung ging es noch kurz ins dortige Kloster und dann wieder Richtung Flugplatz. Der größte Nachteil an Eisenhüttenstadt war aber, dass das einzige Kino der Stadt schon seit mehreren Jahren geschlossen war. Das nächste Kino in der Umgebung war dadurch leider eine gute dreiviertel Stunde Autofahrt entfernt. Ein Kinobesuch durfte aber auf keinen Fall fehlen. Also keine „Mission Impossible“ für uns, und so stiegen wir abends noch ins Auto und fuhren nach Wildau südlich von Berlin.

 

Am Freitag entwickelte sich zum krönenden Abschluss einer Hammerwoche bestes Streckenflugwetter mit schönsten Cumuluswolken. Das Ergebnis: viele Streckenflüge und zufriedene Piloten.

Ein Wermutstropfen hatte diese Woche allerdings doch: Unser sehr geschätzter Fluglehrer Manfred Materne verlässt unseren Verein nach einer Ewigkeit und zieht in seine alte Heimat zurück. Wir danken dir für all die Jahre, die du unseren Verein bereichert und nachhaltig verändert hast – egal ob mit deinem unausschöpflichen Wissen, dem ständigen Fotografieren oder dem Zurechtweisen von Flugschülern. Kaffee und Kuchen durften dabei am Start natürlich auch nicht fehlen. All das und noch viel mehr werden wir vermissen.

Nach einigen Tränen, dem Schwelgen in Erinnerungen und einem letzten gemütlichen Abend hieß es am Tag darauf wieder: „Einpacken!“ – und zurück nach Bad Berka. Bis auf Finn und Sophia, die es sich vorgenommen hatten, zurückzufliegen. Die Wetterbedingungen waren allerdings nicht optimal für diese Distanz, weshalb beide nach 236 km in Pirna außenlanden mussten. Dennoch eine großartige Leistung unter diesen Bedingungen.

Was bleibt, ist eine großartige Woche mit vielen unvergesslichen Erinnerungen. Gerne wieder, Eisenhüttenstadt!