Leewelle


Am 1. Mai haben es Piloten unseres Vereins wieder geschafft, in die Leewelle des Thüringer Waldes zu steigen. Die Vorhersage war gut, sie sollte etwa von Ilmenau bis Waltershausen stehen, allerdings nur vormittags. Also hieß es, so früh wie möglich zu starten, und kurz vor 6:00Z war der „Falke“ in der Luft. Der Wind war heftig, und schon beim Start traf ihn eine Bö, so daß eine Fläche Bodenberührung bekam (!), es konnte gerade noch kompensiert werden.
Ab ca. 1.500m (alle Höhen MSL) wurde es ruhiger, aber der Wind machte das Vorwärtskommen schwer, zumal auch die Motorleistung mit der Höhe spürbar nachließ. Im Raum Stadtilm konnte die Rotorbewölkung überflogen werden, und in dem Wolkenloch dahinter ging es wirklich aufwärts! Bei ca. 2.100m konnten den Motor gedrosselt und bald abgeschaltet werden. Mit 1 – 1,5m/s ging es dann im Segelflug stetig dem Himmel zu (also hat die Welle bis zu 3m/s Steigen gehabt). Als 2.500m erreicht waren, stand fest, daß größere Höhen möglich wären, und die Leewellenzone sollte aktiviert werden, um Segelflug über 3.000m (FL100) zu ermöglichen.

Leider war die zuständige Bodenstelle noch nicht erreichbar. Inzwischen war FL100 erreicht, also erst mal aus der Welle ausgestiegen und Kontakt mit dem zuständigen FIS Langen Information aufgenommen. Die freundlichen Mitarbeiter haben sofort herum telefoniert, mehrfach um Geduld gebeten, dann zu München Radar umgeleitet. Die Fluglotsen dort haben auf Transponder bestanden (er war ausgeschaltet, um im Segelflug Strom zu sparen) und dann FL140 freigegeben. Als wir die erreicht hatten (da froren die Piloten schon mächtig!) wurde überlegt, absteigen oder doch mal wegen FL15 nachfragen? Kurz gefunkt (fragen kostet bekanntlich nichts) und Freigabe bis FL16 bekommen! Das war dann aber auch genug...

Nullgradgrenze war bei 2.200m, es dürften da oben -15°C gewesen sein, und natürlich hatte die Besatzung nicht genug warme Sachen an und hat jämmerlich gefroren! Es wäre sicher noch weiter nach oben gegangen, aber auch der Sauerstoff war verbraucht.

Der „Falke“ hat mit Airspeed 90km/h praktisch immer auf der Stelle im Raum Gräfenroda (im Bild die Abfahrt der A71) gestanden. Gegen 8:00Z stiegen noch weitere Flieger in die Welle, z.B. der Nimbus eines unserer Kameraden.

So sieht Ilmenau aus >4.000m aus! Leider haben wegen der Kälte die Akkus der Kamera gestreikt, aber das Smartphone hat noch ein paar Fotos gemacht.
Dann 1.800m Höhe im Slip abgebaut, war das ein Spaß! Wieder im Luftraum E noch ein paar Runden über das schöne Thüringer Land gedreht und nach 4:25h mit ca. 1h Motorlaufzeit wieder gelandet.

Ein Problem war, daß die Leewellenzone nicht (wie üblich) von EDBA gemanagt wurde und größere Höhen nur mit Einzelfreigabe der Flugsicherung möglich waren. Flieger ohne Transponder durften deswegen nur bis FL100, aber das ist ja auch ganz schön...

Also, Wellenflug ist herrlich und von unserem Platz aus gut möglich.

Webcam

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Spendenaufruf

Es geschah 1954, dass ein Flugzeug vom Typ SG38 Schulgleiter in Gotha erbaut wurde. Mit sicherlich ein paar Umwegen ist er am Flugplatz Bad Berka gelandet, wo er mehr als 4 Jahrzehnte in einem Regal lagerte. Durch diese lange Zeit ging einiges kaputt, wurde spröde, zerbrach, zerriss und verschwand, alles in allem ein sehr trauriger Zustand für ein Flugzeug.


Doch nun soll Schluss sein, dieses Flugzeug soll wieder fliegen lernen. Die Mannschaft steht bereit, die Werkstatt ist gefunden, nur das nötige Kleingeld fehlt.

Wir bitten um Eure/ Ihre Unterstützung um die Restauration bewerkstelligen zu können. Worum es genau geht seht ihr hier: Link

Spenden bitte mit dem Vermerk „SG“ auf das Konto 5321115 bei der VR-Bank Weimar BLZ 82064188 / IBAN DE73820641880005321115
Gerne stellen wir eine Spendenbescheinigung aus.  Fragen gern telefonisch unter 0162/5642766.

 

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